Mediamarkt und Saturn Verpassen Internethandel

Im Bereich Internethandel hat Europas größter Elektronikkonzern Media-Saturn offensichtlich den Anschluss an die Konkurrenz verpasst. Bis heute hat der Konzern in Deutschland keine Onlineshops aufgebaut und präsentierte bisher auch nur halbherzige Pläne dafür. Die Gruppe rutschte zuletzt in die Verlustzone und streicht europaweit 3.000 Arbeitsplätze.

Zusätzlich zur Zweimarkenstrategie Media Markt vs. Saturn wird mit dem jüngst übernommenen Onlineversand redcoon eine dritte Marke positioniert. „Wir wollen unsere Marken Media Markt und Saturn wieder richtig sexy machen“, so Media-Saturn-Finanzchef Rolf Hagemann. Den klassischen Stammkunden, der immer in den Media Markt gehe, gebe es nicht mehr. „Am Samstag will er vielleicht in einem unserer Märkte einkaufen, an einem anderen Tag ist er dagegen froh, wenn er von zu Hause bestellen kann und alles geliefert bekommt.“ Um den verwöhnten Konsumenten zufriedenzustellen, will Media-Saturn sie im Geschäft und im Internet bedienen. Auch online bestellen und im Geschäft zurückgeben soll möglich sein.
„Wichtig ist vor allem, dass wir beim Einstieg ins Onlinegeschäft Gas geben. Hier gibt es einen klar definierten Fahrplan. Die Ideen dazu hatten wir schon länger, aber vor zwei, drei Jahren wären sie den örtlichen Geschäftsführern nur schwer vermittelbar gewesen. In unserer dezentralen Struktur dauern solche Abstimmungsprozesse eben länger“, heißt es von Media-Saturn.

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